Archiv für den Monat: Februar 2013

Wartezimmer-TV

Gemeinhin gelten niedergelassene Ärzte als die reichste Bevölkerungsschicht, deren größtes Problem es ist, die ganzen Millionen auf ihren unterschiedlichen Bankkonten im Auge zu behalten. Das mag für bestimmte Fachrichtungen wie Radiologie oder Orthopädie gelten, aber fragen Sie mal den kleinen Allgemeinmediziner, welcher ihr Hausarzt ist.

Wie auch immer: Für eine Wartezimmer-TV-Lösung muss man normalerweise tief in die Tasche greifen. Meist werden Mietgeräte angeboten, bei denen die Installation des internetfähigen „Smart TV“ mit ca. 300 Euro plus zu Buche schlägt und der monatliche Tarif so ab 120 Euro plus zu haben ist. Sinn und Zweck der Angebote ist letztlich die Bindung an einen Anbieter, der auch gleich Connections zum Fernsehteam für den Praxis-Werbefilm usw. hat und somit nach und nach Mehrleistungen in Rechnung stellen kann. Den Arzt sieht er gerne als „Director“, als Leiter der Medienzentrale, in der sich alles konfigurieren und managen lässt. Klingt attraktiv. Problem: Will  der Arzt das überhaupt? Das Gerät könnte ja theoretisch auch 2-3 vorkonfigurierte Features haben und sonst einfach laufen.

Wartezimmer

Weiterlesen

Blindenreportage im Fußballstadion

Radiobeitrag vom Dezember 2012

Warum gehen Blinde ins Fußballstadion?
Ja, warum denn nicht? Das Stadion ist mehr als der „Platz in der ersten Reihe“. Also der vorm Fernseher. Vor Ort hingegen geht es um Singen, Fiebern, Jubeln, Schimpfen, Schreien. Emotionen mit anderen teilen, Atmosphäre mitgestalten, Fan sein. Und gerade die Behinderten gehören oft zu den treusten Fans überhaupt. Und auch zu den Anti-Aggressivsten. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Existenz einer Blindenreportage ist nicht jedem geläufig, obwohl es das Angebot spätestens seit der WM 2006 in den meisten großen Stadien gibt. Deshalb ist in der Radiowerkstatt des Erzbistums  folgender Kurzbeitrag entstanden, der am 29.01. auf Radio Köln ausgestrahlt wurde. Dank nochmal den Blindenreportern Björn und Wolfgang sowie den Pressestellen von 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen für die spontane „Dreherlaubnis“. Ebenso natürlich an Christoph von der DSHS und Regina Hillmann vom Fanclub Sehhunde, und besonders an Manni für die Doppelaufnahme. Irgendwann bringe ich das restliche Audiomaterial hier noch unter.

Weiterlesen

Willms++ goes VB

Naja, nicht ganz. Aber immerhin spielt er jetzt wenigstens mit den Schmuddelkindern.

Review zum VHS-Seminar „Einführung in die objektorientierte Programmierung mit Visual Basic.NET“, Januar 2013

Wer seinen Bildungsurlaub mit André Willms im Komed verbringt, sollte vorher ein paar Grundregeln kennen:

  1. Egal, wie perfekt dein Algorithmus/Lösungsweg ist:
    der von Willms ist immer 3 Anweisungen und 5 Variablen kürzer
  2. Ägyptische Käfer sollte man nicht mit Programmierern in Labyrinthe stecken.
  3. Gib dein Abiturzeugnis zurück! Zumindest, was Mathe betrifft.
  4. Am dritten Tag wackelt dein VB6-Weltbild.
    Du irrst aber noch im Glauben, es verteidigen zu können.
  5. Wer am letzten Tag Variablen innerhalb von Klassen noch als Public deklariert,
    wird unehrenhaft entlassen.
  6. Am Ende merkst du, wie cool das Seminar eigentlich war.

Zum Hintergrund: Andre kommt didaktisch aus der C/C++-Ecke, in der man Programme noch ehrlich und mit bloßen Händen aus Bleistift und Papier erschafft.

Weiterlesen